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09.04.2017

Jahreseinkehrtage im Kloster von Chevetogne

Foto: Rostyslav Myrosh

(fs) Die Jahreseinkehrtage haben normalerweise ein doppeltes Ziel: erstens von der alltäglichen Routine Abstand zu nehmen, um mehr Zeit für das Gebet und die Meditation zu gewinnen, und zweitens durch geistliche Impulse die eigene Spiritualität zu vertiefen. Die diesjährigen Exerzitien des Collegium Orientale, die vom 30. März bis zum 3. April 2017 im Kloster von Chevetogne in Belgien stattfanden, haben neben diesen beiden Zielen noch ein drittes und sehr wichtiges Ziel erreicht, nämlich eines der Pionierzentren des Ökumenismus entdeckt und kennengelernt zu haben.

Seit seiner Gründung im Jahr 1925 durch Dom Lambert Beauduin widmet sich das Kloster von Chevetogne dem Anliegen der Einheit der Christen. Dieses ökumenische Engagement wird auf drei Weisen verwirklicht: durch das tägliche Gebet der Benediktinermönche, durch ihre wissenschaftliche Arbeit, die die Schätze anderer kirchlicher Traditionen entdeckt und in reicher Publikationstätigkeit erschließt, und durch ihr Zeugnis, das sie mitten in Westen ablegen, indem sie die Traditionen der Ostkirchen bekanntmachen.

Nicht nur der Ort, sondern auch das Thema der Exerzitien hatten eine monastische Prägung. Der Referent Archimandrit Michael Proházka O.Praem., ehemals Vizerektor des COr, hat für seine geistlichen Vorträge den Titel „Über allem die Liebe – die grundlegende Spiritualität der Augustinerregel“ gewählt. Der Abt des Stiftes Geras, der in diesem Thema zuhause ist, da die Prämonstratenser die Regel des Hl. Augustinus übernommen haben, führte seine Hörer durch die verschiedenen Themen der obengenannten Regel. Anhand gelungener Parallelen und lebensnaher Beispiele wies er immer wieder hin, dass sie nicht nur für Mönche relevant sind, sondern auch für alle Weltgeistlichen und die Gläubigen.

Der Aufenthalt in Chevetogne war in mehrerer Hinsicht bereichernd, so dass man die Geschichte, die Mission und die Mönche der Benediktinerabtei gut kennenlernen konnte. Die Gemeinschaft des Collegium Orientale durfte am Alltag des Klosters, an den Gottesdiensten und an den Mahlzeiten im Refektorium teilnehmen. Interessant waren die Führungen durch die verschiedenen Gebäude, insbesondere die Bibliothek und die Weihrauchwerkstatt. Ein Höhepunkt war die sonntägliche Liturgie, in der durch den Wechselgesang der Chöre des Klosters und des Collegium Orientale die entstandene Harmonie in besonderer Weise spürbar wurde. Die Gemeinschaft des Collegium Orientale ist sehr dankbar für die große Gastfreundschaft, die sie bei den Mönchen von Chevetogne erleben durfte. Ein besonderer Dank gilt dem ehemaligen Vizerektor des COr, Archim. Dr. Thomas Kremer, auf dessen Initiative und Vermittlung die Abtei Chevetogne als Ort für die diesjährigen Exerzitien gewählt wurde.

Auf der Rückfahrt nach Eichstätt besuchte die Gruppe die Stadt Speyer. Eine hochinteressante und fundierte Führung durch den berühmten Kaiserdom erhielt die Gemeinschaft durch den Alumnen Stefan Häußler, den viele vom COr von seinem theologischen Grundstudium in Eichstätt kennen. Anschließend bestand die Möglichkeit, die Altstadt auf eigene Faust zu erkunden und sich für den Rest der Heimfahrt zu stärken.

Erfüllt mit zahlreichen positiven Eindrücken kehrte die Gemeinschaft des Collegium Orientale zurück. Die vielen schönen Erinnerungen und die mit den Mönchen von Chevetogne entstandenen Freundschaften lassen erwarten, dass das COr und die Abtei Chevetogne in Zukunft in lebendigem Kontakt bleiben werden.

Bildergalerien:

30.03.2017. Einkehrtage in Chevetogne.

31.03.2017. Einkehrtage in Chevetogne.

01.04.2017. Einkehrtage in Chevetogne.

02.04.2017. Einkehrtage in Chevetogne.

03.04.2017. Besichtigung Speyer.

Videos:

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