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21.05.2017

Nachprimiz von Dr. Miroslaw Lopuch

Foto: Rostyslav Myrosh

(ml) Am 20. Mai 2017, dem Gedenktag des heiligen Märtyrers und Arztes Tallelaios (†284), feierte der Kollegiat Miroslaw Lopuch seine Nachprimiz im Collegium Orientale. Zu den Feierlichkeiten versammelten sich die Freunde des Hauses und des Neupriesters aus nah und fern. Die geschmückte Kapelle und die wunderschönen österlichen Gesänge schafften eine feierliche Gebetsatmosphäre.

Während der Homilie unterstrich DK Prälat Dr. Christoph Kühn die unersetzbare Rolle der Priester im Dienst der Kirche. Hierzu erinnerte der Prediger an den langen Weg des Primizianten bis zum Weiheamt, denn Dr. Lopuch studierte zunächst Pharmazie und widmete sich einige Jahre der Forschung im Bereich der medizinischen Chemie, bevor er in das Kolleg in Eichstätt eintrat. Auf diese Weise baut der Neupriester durch seinen bisherigen Lebensweg eine Brücke zwischen modernen Naturwissenschaften und Theologie, die heutzutage oft als unversöhn­liche Gegenpole angesehen werden.

An diesen Gedanken knüpfte auch der Primiziant in seinem Dankeswort beim feierlichen Mittagessen, das nach dem Gottesdient und dem anschließenden Primizsegen im Refektorium stattfand. Miroslaw Lopuch bedankte sich bei allen, die ihn mit ihrem Gebet, ihrer Hilfe und ihrer Verbundenheit begleitet haben. Dabei betonte er, dass die Beschäftigung mit den Natur­wissen­schaften keinesfalls christlicher Weltanschauung widersprechen muss. Im Hinblick auf die Theologie bemerkte der Neupriester, dass die theo­logische Reflexion ohne ein inniges Gebetsleben nicht fruchtbar werden und auch für die Mitmenschen keine Anziehungskraft entfalten kann. Letztlich sind auch Theologen und Priester stets auf die Gnade Gottes und seine Vergebung sowie auf die Gebete der Mitchristen angewiesen.

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