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27.01.2019

Bischof der Eparchie Chernivtsi (Czernowitz) / Ukraine, Josafat Moshchych, zu Besuch im COr

Foto: Rostyslav Myrosh

(mp) Vom 24.-27. Januar 2019 besuchte der Bischof der ukrainischen Eparchie Czernowitz in der Ukraine, Vladyka Josafat Moshchych das Collegium Orientale und berichtete in einem Gespräch mit Vizerektor Proházka von seiner Eparchie. Die Eparchie Chernivtsi – obwohl ein altes und kulturhistorisches reichhaltiges Gebiet der ehemaligen K&K-Monarchie – entstand am 12. September 2017 infolge der Teilung der Eparchie Kolomyia- Chernivtsi und wurde der Erzeparchie Iwano-Frankiwsk als Suffragandiözese unterstellt. Erster Bischof wurde Josafat Moshchych CMSAA. Die Eparchie besteht aus 17 Pfarreien und 6 Missionsstützpunkten. 15 Priester, 2 Diakone sind in der seelsorglichen Betreuung eingesetzt, 2 Seminaristen studieren in Ivano-Frankivsk. Nur 5 Prozent der Bukowina sind griechisch-katholisch, die Mehrheitskirche ist die ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats, zu der 400 Pfarreien gehören. In der Zeit der Monarchie gab es in der Bukowina und besonders in Czernowitz einen zahlenmäßig großen Anteil an jüdischer Bevölkerung (30%), die durch den Holocaust ermordet wurden. Langsam kehrt ein Teil der jüdischen Bevölkerung wieder zurück. ‚Aufgrund dieses „Völkergemisches“ gibt es in seiner Eparchie eine große religiöse Toleranz, die auch dadurch bedingt ist, dass 80 % die rumänische Sprache sprechen. Bischof Josafat berichtete, dass alle großen Feste wie z.B. die Wasserweihe an Theophanie ökumenisch begangen werden, an der alle Würdenträger der einzelnen Kirchen und Jurisdiktionen teilnehmen. Bischof Josafat feierte mit uns die Liturgie und führte mit unseren Kollegiaten ein ungezwungenes Gespräch, wobei er uns einlud, sein Bistum zu besuchen. Eἰς πολλὰ ἔτη, Δέσποτα!

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