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10.11.2017

Diakonenweihe von Vizerektor Mykola Dobra

Foto: Rostyslav Myrosh

(fs) Am 10. November 2017 feierte die Gemeinschaft des Collegium Orientale die Diakonenweihe ihres Präfekten Mykola Dobra, an der zahlreiche Gäste und Freunde aus nah und fern teilgenommen haben, u. a. der Gründungsrektor Archimandrit Dr. Andreas-Abraham Thiermeyer, DK Msgr. Paul Schmidt, und der Doktorvater des Weihekandidaten Prof. Dr. Dr. Johannes Hofmann. Die Weihe fand im Rahmen einer feierlichen Göttlichen Liturgie in der Heilig-Geist-Kapelle des COr durch die Handauflegung des griechisch-katholischen Bischofs von Mukachevo (Transkarpatien – Ukraine) Milan Šašik statt.

In seiner Predigt sprach Bischof Šašik über das Zeugnis und Martyrium des seligen Märtyrerbischofs von Mukachevo Theodor Romzha (1911-1947), dessen 70. Gedenktag seit seiner Ermordung unter dem kommunistischen Regime gerade 10 Tage zurücklag. Die Märtyrer seien keine Helden gewesen, sondern schwache Menschen, die sich für die Gnade Gottes geöffnet haben und ihr ganzes Vertrauen und ihre Hoffnung auf den Herrn setzten. Sie lehrten uns Treue und Mut zu haben und dass nach den finsteren Wolken wieder die Sonne scheinen werde. Am Beispiel des seligen Theodor sei der neue Diakon dazu aufgefordert in der heutigen Gesellschaft, die die Verkündigung des Evangeliums sehr benötige, ein treuer Zeuge der Auferstehung Christi zu sein.

Am Ende der Weiheliturgie überreichte Rektor Dr. Oleksandr Petrynko dem neuen Diakon im Namen des COr ein Evangeliar als Geschenk, wobei er auf die merkwürdigen Gemeinsamkeiten zwischen den Wegen von Bischof Šašik und Diakon Dobra hinwies und seiner Freude über die Weihe Ausdruck verlieh.

Beim anschließenden Mittagessen im Refektorium des COr hielt Präfekt Dobra ein Dankeswort, in dem er seinen Lebensweg seit der Kindheit bis zum heutigen Tag kurz schilderte. Durch ihr Vorbild habe die Mutter ein gutes Fundament gelegt, auf das die Verantwortlichen der Priesterseminare und Theologiefakultäten in Ivano-Frankivsk, Uzhhorod und Eichstätt bauen konnten. Er bedankte sich für alles und bei allen, die ihn begleitet haben, auch bei denen, die „namentlich nicht erwähnt werden, aber doch im Herzen für immer eingeschrieben sind“. Zuletzt überbrachten der Kollegsprecher Mykola Vytivskyi und Gábor Szikora Glückwünsche und Geschenke im Namen der Kollegiaten.

Diakon Dobra gehört der griechisch-katholischen Eparchie von Mukachevo an und ist verheiratet. 2006 kam er zum Studium ins Collegium Orientale nach Eichstätt, wo er seit Oktober 2016 einer der zwei Vizerektoren ist. Zugleich ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und schreibt eine Promotion im selben Fach. Für seine kirchlichen und akademischen Tätigkeiten wünscht das COr ihm und seiner Familie alles erdenklich Gute und Gottes reichen Segen!

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