Dr. Dr. Christian Würtz – neuer Bischof von Eichstätt
(op) Mit großer Freude hat das Collegium Orientale Eichstätt, das Ostkirchliche Priesterseminar des Bistums Eichstätt, die Bekanntgabe der Ernennung von Weihbischof Dr. Dr. Christian Würtz zum neuen Bischof von Eichstätt aufgenommen.
Es ist eine schöne Fügung, dass Papst Leo XIV. die Ernennung am 7. Juli, dem Hochfest des heiligen Willibald und damit am Fest des ersten Bischofs von Eichstätt, bekanntgegeben hat.
Für unsere Hausgemeinschaft ist der neue Bischof kein Unbekannter. Im Rahmen der Regentenkonferenz bestand bereits seit einiger Zeit ein guter persönlicher Kontakt zu ihm seitens der derzeitigen Leitung des Kollegs. Besonders dankbar erinnern wir uns an den Juni dieses Jahres, als unsere Seminaristenmannschaft am Theo-Cup (Fußballmeisterschaft unter den theologischen Fakultäten) in Freiburg teilnehmen durfte. Im dortigen Priesterseminar erfuhren wir eine außergewöhnlich herzliche Gastfreundschaft, für die Weihbischof Dr. Dr. Christian Würtz mitverantwortlich war. Für diese freundliche Aufnahme sind wir bis heute von Herzen dankbar.
Mit großer Hoffnung erfüllt uns auch sein bisheriges Wirken in der Priesterausbildung. Als Regens und Verantwortlicher für die Priesterausbildung kennt er die Freude, aber auch die Herausforderungen der Seminarbildung aus eigener Erfahrung. Dass die Ausbildung künftiger Priester für ihn einen hohen Stellenwert besitzt, ist für uns als ostkirchliches Priesterseminar ein ermutigendes Zeichen.
Ebenso freuen wir uns über die Offenheit, mit der Bischof Würtz die Vielfalt der Kirche wahrnimmt und schätzt. Seine bisherigen Aussagen lassen erkennen, dass ihm die Gemeinschaft der verschiedenen Traditionen und Charismen innerhalb der einen Kirche ein wichtiges Anliegen ist. Gerade als Collegium Orientale hoffen wir, dass diese Weite des Herzens auch sein bischöfliches Wirken in Eichstätt prägen wird.
Darin sehen wir zugleich eine schöne Verbindung zum heiligen Willibald. Noch bevor er erster Bischof von Eichstätt wurde, unternahm Willibald als Pilger eine jahrelange Reise durch das Heilige Land und den christlichen Osten. Sein Weg führte ihn unter anderem nach Jerusalem, an zahlreiche Stätten des frühen Christentums und danach nach Konstantinopel. Erst nach seinem mehrjährigen Aufenthalt im Kloster Montecassino wurde er 741 zum ersten Bischof von Eichstätt berufen. Seine Offenheit für die Weltkirche und seine Begegnungen mit den Kirchen des Ostens gehören bis heute zu seinem geistlichen Erbe; sie sind ganz konkret und sichtbar im weltkirchlichen Engagement des Bistums Eichstätt, unter anderem auch am Collegium Orientale. Wir wünschen unserem neuen Bischof einen guten und gesegneten Abschied von den Menschen im Erzbistum Freiburg und freuen uns schon heute auf seine Ankunft im Bistum Eichstätt. Möge der heilige Willibald ihn auf seinem neuen Weg begleiten. Gott schenke ihm Gesundheit, Freude im Dienst und reiche Gaben des Heiligen Geistes, damit er die Kirche von Eichstätt mit Weisheit, Glaubenskraft und einem weiten Herzen leite.
Auf viele Jahre! Ad multos annos! Εἰς πολλὰ ἔτη! На многая літа!






