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23.02.2020

Erster georgischer Absolvent des COr zum Priester geweiht

Foto: Giorgi Geguchadze

(op) Am Sonntag, dem 23. Februar 2020 fand in der Bischofskathedrale von Bagdati (Westgeorgien) die Priesterweihe unseres Kollegiaten Grigol Tchezhia statt. Aus diesem Anlass flog eine kleine Delegation aus Deutschland, darunter Rektor Oleksandr Petrynko, P.  Stefan Kessler SJ (ehem. Regens von Sankt Georgen/Frankfurt), Professor Dr. Thomas Kremer sowie einige Freunde Grigols und Kollegiaten (Giorgi Geguchadze, Andriy Kadlubitskyi und Marko Petsiukh) nach Georgien, um der Weihe beizuwohnen und die Freude darüber miteinander zu teilen.

Grigol studierte Theologie zunächst in Tbilisi (Tiflis) und setzte sein Studium als Lizentiand in Eichstätt und Frankfurt fort. Er schloss sein Lizentiatsstudium im Sommersemester 2019 erfolgreich ab.

Knapp ein halbes Jahr nach dem Abschluss seines Studienaufenthaltes in Deutschland bat er seinen Bischof um die Priesterweihe, die ihm als verheiratetem Priester durch seinen Heimatbischof an diesem Sonntag gespendet wurde, und zwar in seiner Heimatkathedrale in Bagdati, in der Stadt, in der er aufgewachsen ist und geistig unter Betreuung eines Schwesternklosters erzogen wurde.

Die Freude aller – des Bischofs Antoni, der eparchialen Priesterschaft und der Verwandten sowie der Familie des Neugeweihten samt seiner Ehefrau Miranda – war sehr groß. Auch die deutschen Gäste hatten allen Grund zur Freude: Ist doch Grigol der Erste der georgischen Absolventen des Eichstätter Collegium Orientale, der die Priesterweihe empfing.

„Axios-Würdig“ klang aus aller Munde nicht nur bei der Göttlichen Liturgie, in der die Priesterweihe gespendet wurde, sondern kam immer wieder zur Sprache auch in den zahlreichen Grußworten bei dem Festmahl mit vielen Gästen und bei dem in georgischer Art großzügigst gedeckten Tisch.

Die Familie Tchezhia erfreut sich mehrerer priesterlicher Berufungen für die georgisch-orthodoxe Kirche. Der Vater Grigols, Mirian, ist seit vielen Priester und Pfarrer einer Dorfgemeinde. Grigols Bruder, Elizbari, ist seit einigen Jahren Diakon an der altehrwürdigen Patriarchalkathedrale in Mtskheta, „unter der das Herz eines jeden Georgiers schlägt“ und in der alle bischöflichen Weihen der Georgisch-Orthodoxen Kirche bis auf den heutigen Tag erteilt werden. Ebenso freut sich die glückliche Mutter Natela-Potine auch über ihren neugeweihten Priester-Sohn Grigol.

Lieber Vater Grigol, Dir Gottes reichen Segen und auf viele gesegnete und erfüllte priesterliche Jahre!

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