Zum Inhalt springen
11.10.2017

Fünf neue Hypodiakone im COr

Foto: Roman Horodetskyy

(fs) Nach der Sommerpause und der Rückkehr von der Studienreise ins Heilige Land kommt langsam wieder Leben, mit der Vorbereitung auf den Beginn eines neuen Semesters, in das Collegium Orientale zurück. Dieser Beginn ist für manche unserer Kollegiaten von einer besonderen Bedeutung, weil damit eine neue Phase in ihrem Leben beginnt.
Die Kollegiaten Hennadii Aranovych, Ivan Kostetskyi, Ivan Sliubik und Markian-Illia Mykytchyn sowie der ehemalige Kollegiat Nazar Blosh empfingen am 6. Oktober 2017 die Niederen Weihen, welche vier Stufen umfassen: Kerzenträger, Sänger, Lektor und Hypodiakon (entspricht etwa den Akolythát im römisch-katholischen Ritus).
Die Weihe fand in der Heilig-Geist Kapelle des COr durch die Handauflegung des ukrainischen griechisch-katholischen Bischofs von Stryi, S.E.R. Taras Senkiv, des Heimatbischofs der Weihekandidaten, während der Vesper statt.

Am Anfang der Zeremonie hielt Rektor Dr. Oleksandr Petrynko ein Grußwort, indem er seine Freude über die Weihe sowie über den Besuch des Bischofs von Stryi zum Ausdruck brachte: Das Bistum Stryi bewahrt einen besonderen Schatz der UGKK (Ukrainische Griechisch-Katholischen Kirche), nämlich die Reliquien des Seligen Petro Verhun, der als Vermittler und Brückenbauer zwischen der Ost- und Westkirche gilt, besonders zwischen den Ukrainern und den Deutschen (Seliger Petro Verhun war griechisch-katholischer Priester und wirkte 1927 bis 1945 als hauptverantwortlicher Seelsorger [1940-45: Apostol. Visitator] für die Ukrainer in Deutschland, und zwar mit dem Sitz in Berlin. Er war Oblate der Benediktinerabtei Niederaltaich. 1945 wurde Petro Verhun von der Roten Armee in Berlin festgenommen und nach Russland verschleppt und zu acht Jahren Zwangsarbeit in den sowjetischen Lagern verurteilt. Er starb am 7. Februar 1957 an den Folgen der Zwangsarbeit in sibirischer Verbannung. Am 27. Juni 2001 sprach ihn Papst Joihannes Paul II. bei seinem Besuch in der Ukraine zusammen mit 26 weiteren Märtyrern selig. Da der Selige aus dem Territorium des heutigen Bistums Stryi gebürtig war [Städtchen Horodok], werden seine Reliquien von dem örtlichen griechisch-katholischen Ordinarius Taras Senkiv, dem Weihespender unserer Kollegiaten, gehütet.).
Bischof Senkiv gab in seiner Rede einen tiefen spirituellen Impuls. Er betonte, dass der Begriff „Niedere Weihen“ nicht so verstanden werden soll, als ob es in der Kirche niedrige und höhere Dienste gäbe und der Dienst eines Hypodiakons weniger als andere Weihestufen wertvoll wäre. Jeder Dienst enthält die ganze Fülle der christlichen Sendung und soll mit voller Liebe und ganzem Einsatz ausgeübt werden, auch der liturgische Dienst eines Hypodiakons.

Bildergalerie auf Facebook