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22.11.2018

Priesterweihe von Prof. Roman Gumeniuk in Dresden

Foto: Tetjana Bugaj

(ml) Am Sonntag, den 18. November 2018 ist in Dresden unser außerordentlicher Kollegiat Prof. Dr. Roman Gumeniuk zum Priester geweiht worden. An diesem Tag wurde auch das Patrozinium der dortigen ukrainischen griechisch-katholischen Pfarrei St. Michael gefeiert. Aus diesem doppelten Anlass versammelten sich zahlreiche Gäste aus nah und fern. Neben dem Apostolischen Exarchen Bischof Petro Kryk, Kanzler Andriy Dmytryk und Pfarrer Bohdan Luka kamen auch viele Priester, Ordensschwestern und Gläubige (darunter aus den USA und der Ukraine), um an der Freude des Neupriesters teilzunehmen und seinen Primizsegen zu empfangen. Auch die Gemeinschaft des Collegium Orientale wurde von Vater Rektor Dr. Oleksandr Petrynko und einer Gruppe der aktuellen und ehemaligen Kollegiaten würdig vertreten.

Das Ereignis war einmalig in mehrfacher Hinsicht:

1. Beim Neupriester handelt es sich nämlich um einen hervorragenden Naturwissenschaftler und Juniorprofessor der Technischen Universität Freiberg, was aber nicht weiter verwundern soll. Zwar scheinen Theologie und Kristallphysik voneinander „so weit entfernt zu sein, wie hoch der Himmel über der Erde ist“, doch ist die „Kristall- und Minerialienkunde“ in der biblischen Heilsgeschichte präsent, von ihrem paradiesischen Anfang (in Gen 2,12) bis zu ihrem herrlichen Abschluss im himmlischen Jerusalem (in Offb 21,18–21). So ist auch für Prof. Gumeniuk sein Forschungsgebiet keine Widerlegung Gottes, sondern vielmehr ein Anlass zum Lob Gottes.

2. Einmalig ist auch die Berufungsgeschichte Romans, wie es Vater Seweryn bezeugen kann, mit dem er einst in einer Schulbank saß. Während der eine bereits 18 Jahren Pfarrer in Amerika ist, steht der andere erst am Anfang des priesterlichen Weges. Denn wie viele Menschen, so viele Wege zu Gott. Dabei soll unterstrichen werden: „Spätberufene“, die ihre Lebens- und Berufserfahrung mitbringen, werden immer wichtiger für die Kirche und können als „Zeichen der Zeit“ gedeutet werden, wie sich einst der Eichstätter Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB äußerte.

3. Die Priesterweihe von Roman Gumeniuk vermehrte die große Freude der Eichstätter, denn sie schloss sich direkt an die Priesterweihe von Vizerektor Mykola Dobra am 17. November 2018 an. Da sie aber in Dresden stattfand, ausgerechnet am Fest des Erzengels Michael, des Schutzpatrons der Deutschen, kann sie auch als ein untrügerisches Zeichen der Hoffnung für die gesamte Kirche in Deutschland, vor allem aber in ostdeutschen Bundesländern gedeutet werden. Denn trotz des immer spürbareren Priestermangels fehlt es nicht an Männern, die den Ruf des Herrn großmütig folgen, um seine Liebe zu den Menschen zu bringen.

Wir wünschen dem Neugeweihten Gottes reichsten Segen auf die Fürbitte der Gottesmutter Maria, des hl. Erzengel Michaels und aller Heiligen!

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