Zum Inhalt springen
12.10.2020

Prinz Max von Sachsen: Menschlich – Aufrichtig – Nachhaltig. Wissenschaftliche Tagung zu Ehren des Prinzen Max von Sachsen

Foto: Alexander Prinz von Sachsen, Herzog zu Sachsen und Dr. A. Mykhaleyko bei der Übergabe des Buches „Wegbereiter der Einheit. Briefwechsel zwischen Prinz Max von Sachsen und Metropolit Andreas Graf Sheptytskyj“, 2. Oktober 2020 (Privatarchiv: A. Mykhaleyko)

(am) „Prinz Max von Sachsen: Menschlich – Aufrichtig – Nachhaltig“ – unter diesem Titel fand vom 1. bis 2. Oktober 2020 eine wissenschaftliche Tagung zum Leben und Wirken des Prinzen Max von Sachsen statt, eines katholischen Priesters und des Bruders des letzten sächsischen Königs. Die Tagung wurde von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der Theologischen Fakultät Fulda und von FÜRSTENHÄUSER | KULTURTRÄGER, Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen GmbH vorbereitet und durchgeführt. Sie stand in einem engen Zusammenhang mit dem Projekt der Ausstellung „Prinz Max von Sachsen: Priester und Visionär“, die vor einem Jahr im Schlossmuseum Pillnitz eröffnet worden war. Das Ausstellungprojekt stieß auf eine so breite positive Resonanz, die sich sowohl bei der hohen Besucherzahl als auch in der medialen Wahrnehmung widerspiegelte, dass es für die Organisatoren als angemessen und gerade notwendig erschien, sich mit dem Leben des Prinzen auch im Rahmen einer wissenschaftlichen Veranstaltung auseinanderzusetzen.

Die Tagung begann am 1. Oktober mit einem ökumenischen Gottesdienst anlässlich des 150. Geburtstags von Prinz Max von Sachsen in der Schlosskapelle in Pillnitz. Bei diesem wirkten katholische, evangelische und orthodoxe Geistliche mit. Die darauffolgende abendliche Auftaktveranstaltung eröffnete Alexander Prinz von Sachsen, Herzog zu Sachsen. Am nächsten Tag fanden die Tagungsvorträge im Schloss Weesenstein, dem ehemaligen Anwesen der sächsischen Königsfamilie, statt. Dabei versuchten die Wissenschaftler/rinnen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, das Wirken des Prinzen Max von Sachsen für die Gegenwart zu erschließen und zu würdigen.

PD Dr. Andriy Mykhaleyko, außerordentlicher Repetitor, vertrat bei der Tagung das Collegium Orientale. In seinem Vortrag „Prinz Max von Sachsen und die katholischen Ostkirchen“ ging es um die Kontakte des Prinzen zu den östlichen Kirchen, allen voran zur Griechisch-Katholischen Kirche in Ostgalizien (damals Donaumonarchie) und deren langjährigen Vorsteher, Metropolit Andreas Graf Sheptytskyj. Die Beziehungen zwischen Prinz Max von Sachsen und Metropolit Sheptytskyj wurden in einer vor wenigen Monaten erschienen Publikation „Wegbereiter der Einheit. Briefwechsel zwischen Prinz Max von Sachsen und Metropolit Andreas Graf Sheptytskyj (Eichstätter Studien, Bd. 82), Regensburg 2020“ dokumentiert. Die Herausgeber des Bandes (Brunn Appel, Andriy Mykhaleyko und Oleksandr Petrynko) haben die in verschiedenen Archiven entdeckten Briefe und Dokumente erstmals publiziert und ausgewertet. Die Tagung war eine gute Gelegenheit, die Publikation auch einem Nachkommen der sächsischen Königsfamilie zu präsentieren. Diese wurde während der Tagung im Namen der Herausgeber von Dr. Andriy Mykhaleyko an Alexander Prinz von Sachsen, Herzog zu Sachsen, überreicht.