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13.04.2019

„Seiner Zeit voraus! Prinz Max von Sachsen – Priester und Visionär“

Foto: SCHLÖSSERLAND SACHSEN Presseabteilung Antje Heinze

(op) Am 11. und 12. April 2019 fanden gleich zwei Veranstaltungen, gewidmet der Persönlichkeit Prinz Max von Sachsen (1870-1951), in Dresden statt, an denen sich das Collegium Orientale beteiligte. Auf Einladung von H.H. Bischof Dr. Heinrich Timmerevers vertrat Rektor Petrynko das COr bei der Festakademie zum Thema „Königssohn, Priester und politischer Mensch. Prinz Max von Sachsen in den Wirren des 20. Jahrhunderts“ in Dresden. Bischof Timmerevers feierte an diesem Tag um 18.00 Uhr ein Pontifikalamt zusammen mit H.H. Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB von Eichstätt und H.H. Bischof em. Joachim Reinelt sowie vielen priesterlichen Konzelebranten in der Kathedrale St. Trinitatis / Hofkirche von Dresden, bei der das Testament des Prinzen Max eingelöst wurde, indem sein Primizkelch und Primizgewand seitens der KU Eichstätt-Ingolstadt (Nachlässe-Abteilung der Universitätsbibliothek) an das Heimatbistum des Prinzen übergeben wurden. Rektor Petrynko sang dabei das Evangelium im byzantinischen Ton. An das Pontifikalamt schloss sich eine Festakademie im Haus der Kathedrale (Katholischen Akademie Dresden-Meißen) mit dem Festvortrag von Prof. Dr. Frank E. W. Zschaler (KU Eichstätt-Ingolstadt) zum Thema „Max von Sachsen: Königssohn, Priester und politischer Mensch“.

Tags darauf, den 12. April, nahm auf Einladung von Schlösserland Sachsen (Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten) der Chor des Collegium Orientale an der festlichen Eröffnung der Sonderausstellung „Seiner Zeit voraus! Prinz Max von Sachsen – Priester und Visionär“ im Kuppelsaal von Schloss und Park Pillnitz teil. Die Sänger des COr gestalteten unter Leitung von Ruslan Stetsyk den musikalischen Rahmen mit westlichen und östlichen kirchlichen Gesängen. Die Organisation der Ausstellung oblag den Mitarbeitern von Schlösserland Sachsen. Daran maßgeblich beteiligt waren auch die Professoren Dr. Frank E. W. Zschaler (KU Eichstätt-Ingolstadt) und Dr. Bernd Dennemarck (ThF Fulda) mit ihren fleißigen Studententeams.

In der Ankündigung der von 13. April bis 3. November dauernden Ausstellung heißt es: „Prinz Max war in vielen persönlichen Lebensentscheidungen seiner Zeit voraus: Als Experte für die Ostkirchen trat er für deren Einheit mit der Westkirche auf Augenhöhe ein und wurde vom Papst gemaßregelt. Im Ersten Weltkrieg erlebte der sächsische Prinz als Feldgeistlicher Kriegsgräuel und wurde zum bekennenden Pazifisten. Der König und Bruder schickte ihn deshalb nach Wermsdorf in eine, wenn auch recht lockere, Internierung. Aus tiefster christlicher Überzeugung trat Max sowohl für die Lebensreform-Bewegung ein als auch für Vegetarismus und Tierschutz. Außerdem war er bekannt für seine materielle Bedürfnislosigkeit und Hilfsbereitschaft allen Notleidenden gegenüber. Nicht wenige Einwohner waren nach seinem Tod in Fribourg/Schweiz, wo er die längste Zeit seines Lebens verbrachte, davon überzeugt, mit einem Heiligen zusammen gelebt zu haben.

Die Ausstellung zeigt persönliche Gegenstände aus dem Besitz des Prinzen. Dazu gehören beispielsweise sein Feldaltar aus dem Ersten Weltkrieg, ein von Königin Carola von Sachsen extra für ihn besticktes Messgewand sowie  die Monstranz einer kleinen Dorfkirche bei Eichstätt. Diese ließ Max anfertigen und mit Edelsteinen aus seinem Erbe verzieren, um sie dann der Kirche zu schenken.“

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Video

Ein Video von der Eröffnung der Sonderausstellung zu Prinz Max von Sachen mit Aufnahmen des Chores des Collegium Orientale Eichstätt, erstellt von Fürstenhäuser-Kulturträger.eu (zuerst veröffentlicht auf: www.instagram.com/fuerstenhaeuser.kulturtraeger/)