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03.03.2019

Teilnahme an den Edigna-Spielen in Puch-Fürstenfeldbruck

Fotos: A. Mykhaliuk / M. Vrubel

(akhrobak/fs) Auf Einladung des Edigna-Vereins Puch e.V. fuhr eine Gruppe von den Studenten des Collegium Orientale am Sonntag, dem 03.03.2019 nach Puch, um an der heiligen Liturgie zur Ehre der seligen Edigna sowie an den Edigna-Spielen teilzunehmen.

Zur Kirche des Hl. Sebastian in Puch trafen auch drei Bischöfe der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche sowie Gläubige der ukrainischen Gemeinde ein. Weihbischof von Kiew Josyf Milan stand der göttlichen Liturgie vor,  assistiert von Bischof Petro Kryk, dem Apostolischen Exarch der UGKK in Deutschland und Skandinavien, und von Bischof Wassyl Tutschapets, dem Erzbischöflichen Exarchen von Charkiw. Mehrere Priester konzelebrierten, darunter Kanzler der Exarchie, Andrii Dmytryk und Pfarrer Wolodymyr Wijtowytch. In seiner Predigt ging Bischof Wassyl Tutschapets auf die Verehrung und Fürsprache der seligen Edigna ein. Unsere Kollegiaten haben mit ihrem Chor- und Ministrantendienst zur Gestaltung der Liturgie beigetragen. Am Ende der Liturgie las die ukrainische Schriftstellerin Tetjana Pyschniuk eine Ausschnitt aus ihrem Buch über die selige Edigna („Божа вивірка“) vor.

Anschließend sprach Frau Edigna Kellermann, die erste Vorsitzende des Edigna-Vereins über die seit 30 Jahren bestehenden Beziehungen zwischen Puch und der ukrainischen Gemeinde in Deutschland.

Der Legende nach war Edigna (1052-1109) eine Tochter Heinrichs I. von Frankreich (1031-1060) und die Enkelin des Fürsten Jaroslav von Kiew (978-1054). Sie beschloss, ihr Leben Christus in Keuschheit zu widmen und floh aus dem Palast ihres Vaters, um sich so einer geplanten Ehe zu entziehen. Dadurch gelangte sie nach Puch in Bayern t, wo sie in einer hohlen Linde als Einsiedlerin bis zu ihrem Tod lebte und bald danach als Wundertäterin verehrt wurde. So gilt die selige Edigna als Bindeglied zwischen West und Ost, sowie als eine Integrationsfigur zwischen der Ukraine, Deutschland und Frankreich.

Am Nachmittag fand das Edigna-Spiel im Gemeinschaftshaus Puch statt. Die Edigna-Spiele werden seit 1959 alle 10 Jahre veranstaltet. Ursprünglich wurde dabei das Leben Edignas dargestellt. In diesem Jahr versuchte der Autor und Regisseur Marcus Everding, in einem modernen Rahmen die Schwerpunkte der Botschaft von Edigna zum Ausdruck zu bringen. Diese waren: Ihr Elternhaus mit einem luxuriösen Leben zu verlassen und in die Fremde zu ziehen, um so ihrer eigener Berufung zu folgen, die darin bestand, den Menschen zu helfen und ihnen vor allem Zeit zu schenken.

Insgesamt war es ein erlebnisreicher Tag mit vielen interessanten Begegnungen. Möge die selige Edigna mit ihrer Fürsprache unserem Collegium für immer beistehen!